Die Welt ist in Gefahr !!!

Fast täglich erreichen uns Meldungen das die Erde kurz vorm Kollaps steht. Erdbeben, Überschwemmungen, das abschmelzen der Gletscher. Experten waren davor das wenn sich die Erde um 2 Grad erwärmt dies unabsehbare Folgen auf das Klima hat. Dürren und was weiß ich sonst noch stehen dann bevor. Doch noch ist es nicht zu spät. Wir alle können mit relativ einfachen Mitteln den Co2 Ausstoß vermindern und einfach umweltbewusster leben. Und um dies auch zu demonstrieren werde ich nun selbst 100 Tage umweltbewusst leben. Und um dieses zu dokumentieren, werde ich darüber Tagebuch führen und dies hier auf meiner Seite veröffentlichen.

Auf ein gutes gelingen, und das unsere Erde so schön bleibt wie sie ist:

 

© Hinweis: Die Aufnahmen stammen von der NASA, dem Hubble Space Teleskop und der ESO.

 

 Tag 1: 09.03.2007

Als ich heute morgen aufstand, kam ich mir natürlich noch etwas unverändert vor. Aber sofort fing ich an mir zu überlegen, was man denn nun wirklich unternehmen könnte ökologischer durch die Welt zu gehen. Und die erste Idee kam mir im Bad. Als ich so in den Spiegel blickt dachte ich mir: Den ersten Strom könnte man ja hier schon einsparen. Da ich es nicht vertrage mich nass zu rasieren (dann juckt mir der ganze Hals, und ich bekomme Rötungen) hab ich den Elektrorasierer einfach mal im Schrank gelassen. Und schon war der erste Strom eingespart. War auch wirklich nicht schwer. Ich habe mich also aufgemacht und bin mit dem Bus zur Arbeit gefahren. Hierbei passierte mir allerdings eine kleine Panne, da ich die Fahrpläne noch nicht so genau kannte. Ich kam dadurch etwa 90 Min zu spät zur Arbeit. Nach einer kleinen Standpauke meines Chefs, habe ich den weiteren Tag dazu genutzt auch meine Arbeitskollegen darauf hinzuweisen, das jeder mit kleinem Einsatz viel für die Umwelt tun kann. Als ich abends nach Hause kam, kochte ich mir erst einmal was zu Essen, danach habe ich dann einfach mal den Fernseher ausgelassen. (Was wieder Strom sparte) Ich habe auch kein Licht angemacht und habe einen Kuschelabend mit meinen 2 Katzen auf dem Sofa gemacht. Als ich dann ins Bett ging, dachte ich so bei mir: Eigentlich war das ein schöner und schon sehr erfolgreicher Tag für mein Projekt.  

Tag 2 : 10.03.2007

Als ich mir heute morgen mein Frühstück machte, fiel mir auch an meinem Frühstückstisch eine Menge auf was man noch verbessern könnte. Ich werde es mal anhand dieses Fotos versuchen zu erklären:

Seid dem ich mich ökologisch bewusster verhalte (und es ist immerhin erst der 2te Tag) fällt mir hier natürlich sofort auf, das wir in einer Welt leben, in der Verschwendung groß geschrieben wird. Nehmen wir nur mal die Brötchentüte. Ich sage nur unnütze Papierverschwendung !!! Genauso wie beim Schinken (in Folie) und beim Apfelsaft (in Glasflasche). Die reine Rohstoffverschwendung. Wobei das natürlich auch für die Glasflasche gilt, da zur Herstellung von Glas wiederum Unmengen an Energie verbraucht werden. Und noch etwas sticht ins Auge: Alles muss danach noch gespült werden, was wiederum Abwasser anfallen lässt. Ich habe daher beschlossen, Abwasser zu sparen. Eine Kaffeetasse muss nicht jeden Tag gespült werden !!! Und auch Geschirr ist sicher noch mehrmals zu benutzen ohne es zu spülen. Wenn es um die Umwelt geht muss man eben auch mal Kompromisse eingehen. Ich werde sicher in den nächsten Tagen noch einmal darauf zurück kommen.

Tag 3 : 11.03.2007

Heute war ein schrecklicher Tag. Konnte die ganze Nacht nicht schlafen weil ich darüber nachgedacht hab, was man noch machen könnte um die Welt zu retten. Mir ist da auch noch so einiges eingefallen. Doch da muss ich erst noch Nachforschungen anstellen. Auf jeden Fall, hielt mich heute nur Kaffee am Leben. Was mich allerdings auf das Thema bringt das das sehr gut funktioniert mit der Tasse. Aus einer ungespülten Tasse schmeckt der Kaffee genauso gut wie aus der gespülten. Und so schlimm sieht sie ja nun wirklich nicht aus.

Ansonsten hab ich mittlerweile einen schönen 3 Tage Bart, was aber der Umwelt bestimmt schon einiges gebracht hat in punkto Stromsparen. So ich werde nun noch versuchen Informationen aus dem Internet zu bekommen. Und dann geh ich ins Bett. Ich bin totmüde.

Tag 4 : 12.03.2007

Es war abzusehen.... Entweder habe ich meinen Wecker heute morgen nicht gehört, oder das Mistding hat nicht gerappelt. Wie auch immer, als mein Chef mich anrief, habe ich ihm versucht zu erklären das ich mich nun sofort auf den Weg machen würde, es könnte allerdings etwas Dauern da der Bus erst in 1 Stunde wieder fahren würde, und ich ja bekanntlich auf mein Auto jetzt verzichten würde. Als ich also 3 Stunden zu spät auf der Firma ankam, hat er mich vor allen Leuten zur Schnecke gemacht. Auch mein Einwand das 8 km mit dem Auto zur Firma und abends zurück 3600 Gramm Co2 freisetzen würde (Wie es heute in einer bekannten Tageszeitung zu lesen war) konnte meinen Chef nicht mehr sichtlich beruhigen. Aber der Artikel war wirklich sehr aufschlussreich. Da hab ich erst einmal erkannt was für eine Umweltsau ich immer noch bin. Einfaches Tasse nicht spülen reicht da wohl noch nicht aus. Ich werde mir jetzt noch Gedanken zu dem Artikel machen und heute mal früh ins Bett gehen, da das Band der Sympathie zwischen mir und meinem Chef wohl erst einmal zerrissen ist. Was freue ich mich auf meinen Urlaub im April. 

Tag 5 : 13.03.2007

Dieser nun schon oft erwähnte Artikel hat mich echt ins grübeln gebracht. Da stehen so viele interessante Tipps drin, das ich bald glaube das ich hier nur wenige erwähnen will, z.B. das wenn man Brötchen auf dem Toaster aufbackt man schon viel Energie sparen kann. Was auch einleuchtet das es Strom spart, da der Bäcker sie ja nicht jeden Tag neu backen muss. Oder das selbst heiß duschen mit einem wassersparendem Duschkopf immer noch 1384,8 Gramm Co2 freisetzt. Auch viel Energie braucht staubsaugen und heizen. Selbst das zubereiten von Schweinefleisch ist ein wahrer Umweltkiller. Ich habe daraus meine Schlüsse gezogen und werde dies auch sofort versuchen in die Tat umzusetzen: Also kein Essen mehr kochen (ich werde mich die nächsten Tage dann von Brötchen ernähren). Die Heizung bleibt aus, und geduscht wird nur noch kalt. Basta. Auch gespült wird nur noch in absoluten Notfällen. Was mich darauf bringt, das die Tasse auch nach 3 Tagen noch sehr gut aussieht wie ich finde.

Tag 6 : 14.03.2007

Jawohl ich habe es wirklich getan. Heute morgen habe ich todesmutig nur das kalte Wasser aufgedreht. Es war sehr gewöhnungsbedürftig sage ich mal. Viel schlimmer fand ich allerdings das die Wohnung auch eiskalt war, da ich ja die Heizungen abgedreht habe. Aber es macht sehr wach, wie ich finde. Aber das absolute Highlight war das ich einkaufen gegangen bin nach Feierabend. Und das sehr wohlüberlegt. Das ging beim Bäcker schon los. Ich habe mir extra ein Jutetäschchen mitgenommen, um diese verdammte Brötchentüte nicht zu bekommen, und habe gleich für die ganze Woche die Brötchen mitgenommen. Kann man ja wie gesagt auf dem Toaster aufbacken. Habe also für 7 Tage 28 Brötchen gekauft. Was ganz nebenbei auch noch Geld gespart hat da ich soviel mitgenommen hab. (bin sehr stolz auf mich) So leicht ist es Verpackungsmüll zu sparen. Allerdings sah das der Filialleiter des Supermarktes ganz anders, als ich anfing die Butter und die 7 Pakete Schinken aus seiner Verpackung zu befreien. Richtig angeschrien hat er mich. Das könnte ich doch nicht machen. Wo wir wohl hinkämen wenn das jeder machen würde. Ich habe dann zu ihm gesagt, das wenn das jeder machen würde, er auch keine Angst um das abschmelzen der Pole haben müsste. Zum Schluss sagte er das er das aber auch nicht hätte in seinen Laden würde das schon nicht reinschwappen. Er drohte mir dann mit Hausverbot. Das hat mich aber nicht verängstigt und ich habe dann den Kakao in die Thermoskanne gefüllt. Das Ende vom Lied war das die Bullen kamen und mich rausgeschmissen, und zum Dank bekam ich noch eine Anzeige wegen Hausfriedensbruch. Was für Ignoranten.   

Tag 7 : 15.03.2007 

Ich möchte nur mal wissen, wie viel Strom und Wasser ich mittlerweile wohl eingespart habe. Und die guten Ideen die Umwelt zu schützen reißen nicht ab. Heute wollte ich nach einer Woche dann spülen. Und als ich grade das Spülwasser einlaufen lassen wollte, brauchten mich meine Katzen auf eine tolle Idee. Das ganze Wasser muss doch nicht vergeudet werden. Den beiden schmeckt es ja auch von einem benutzen Teller. Nur kam mir das doch etwas ekelig vor als ich recht drüber nachdachte. Also was tun ??? Da aber nach 7 Tagen die Essenrückstände auch schon angetrocknet waren, dachte ich mir, das kann man doch sicher auch mit einem Messer, wenn man etwas geschickt ist abkratzen. Und richtig !!!! Das hat gut geklappt. Hat zwar mehr als 2 Stunden gedauert, aber der Teller sah, bis auf ein paar Schmierflecken aus wie neu. Das mach ich jetzt immer so. Das spart auch schon wieder sagen wir mal 9 Liter Spülwasser ein. Super gemacht Schulzi !!!

 Tag 8 : 16.03.2007 

Und wer nun glaubt, die Möglichkeiten Wasser und Strom zu sparen wären erschöpft, der irrt. Heute hätte ich Waschtag gehabt. Der fiel aber aus. Da ich nun schon 8 Tage die selbe Unterwäsche trage. Und ich muss wirklich sagen, man riecht nichts. Mal sehen wie lange man eine Unterhose tragen kann. Gut ich dusche ja jeden Tag kalt, da kann man das sicher etwas mit in die Länge ziehen. Ansonsten war der Tag eher ruhig, nicht weiter erwähnenswertes passiert.

Tag 9 : 17.03.2007

Heute ist Samstag. Das heißt wie schon letzte Woche, das ich mir morgens Frühstück gemacht habe. Jetzt schon in der abgespeckten Version. Einkaufen brauchte ich ja nicht. Was vielleicht auch besser war, in Gedanken an die Geschehnisse von vor 3 Tagen im Supermarkt. Kleiner Tipp: Das mit dem Brötchenaufbacken klappt übrigens wunderbar. Und auch der Kakao in der Thermoskanne ist sehr frisch geblieben. Nur mit der Kaffeetasse stimmt irgendwas nicht. Irgendwie passte da mal mehr rein. Das liegt an dem Zuckerrand der sich auf dem Boden gebildet hat. Was aber nicht schlimm ist, da ich den Kaffee so wie so lieber süß trinke. Ansonsten hab ich das Geschirr sofort wieder abgekratzt. Ein bisschen Ordnung muss sein.

Tag 10 : 18.03.2007

Das kalt duschen fiel mir heute morgen sehr schwer. Ich merke das ich eine Erkältung bekomme. Ich habe mich dann sofort wieder ins Bett gelegt. Heute musste die Umwelt leider auf mich verzichten.

Tag 11 : 19.03.2007

Habe heute morgen bei meinem Chef angerufen und ihm mitgeteilt das ich erkältet bin. Er hat in letzter Zeit wohl ein schwaches Nervenkostüm, der gute. Hat mich gleich wieder angeschrien. Ob ich bei meinen Eskapaden in letzter Zeit, wohl zu heiß gebadet hab, sagte, nein schrie er. Da habe ich zu ihm gesagt, nein ganz im Gegenteil, ich würde gar nicht mehr baden und nur noch kalt duschen. Und er müsse sich mal vorstellen das alles bei einer kalten Wohnung, da die Heizung aus wäre. Er meinte dann zu mir: Ich wäre ja nicht mehr zu retten. Aber ich konnte ihn beruhigen mit den Worten: "Nein, Chef ist nur ne Erkältung." Anscheinend hatte er aber auch viel zu tun, da er einfach Wortlos auflegte. Ansonsten habe ich mich heute über den Schneefall gefreut. Meine Aktionen zeigen wohl erste Wirkung. War es am ersten Tag noch 15 Grad warm, so ist die Temperatur jetzt auf minus 2 Grad gefallen. Wie einfach das war. Einfach mal ein paar Tage die Tasse nicht spülen, und die Unterhose nicht wechseln und schon schneit es. Toll.

Tag 12 : 20.03.2007

Da ich immer noch krank war, habe ich den Tag genutzt um mich noch weiter zu informieren. Und hierbei fand durch Zufall einen sehr informativen Artikel über Kohlensäure. Und zwar besagte er das Kohlensäure entsteht als Reaktion von Co2 und Wasser. Das hat mich sehr beunruhigt. Ich habe mich also an die Tastatur geschwungen und eine E-Mail an Coca-Cola geschrieben.

Sehr geehrte Damen und Herrn,
Ich bin ein großer Fan ihrer Brause. Am liebsten trinke ich Mezzo Mix. Allerdings habe ich jetzt etwas im Internet gelesen, was mir Sorge bereitet. Und zwar stand da, das Kohlensäure ein Abfallprodukt von Co2 und Wasser wäre. Nun ist Co2 ja mitverantwortlich für den Klimawandel. Jetzt die Frage: Ist es wahr das beim öffnen einer Sprudelflasche Co2 entweicht, und wenn ja wie viel ist das? Ich trau mich schon nicht mehr eine Flasche zu öffnen, aus Sorge das bei jedem Zisch ein Pinguin tot von der Eisscholle fällt. Ich bitte sie um eine schnelle Antwort, da ich aus diversen Medienberichten weiß, das wir alle handeln müssen. 

Ps: Ich mach mir echt Sorgen !!!

Mit freundlichen Grüßen
Frank Schulz

Mal sehen ob die meine Fragen beantworten können, und wie diese wohl aussehen.

Tag 13 : 21.03.2007

Heute morgen war ein fürchterlicher Tag. Meine Erkältung war zwar am abklingen, und ich machte mir grade Frühstück um zur Arbeit zu fahren, da passierte es. Ich backte also die restlichen 4 Brötchen auf dem Toaster auf. Sie waren, da sie jetzt 7 Tage alt waren, zwar sehr heiß aber auch sehr hart. Und genau das brach meinem Schneidezahn wohl beim letzten Brötchen das Genick. Ich biss also herzhaft hinein, und es gab einen lauten Knack und weg war der Zahn. Das tat höllisch weh. Ich musste also wiederum meinen Chef anrufen um ihm zu sagen das ich nicht kommen könnte da ich erst einmal zum Zahnarzt müsste. Er fragte mich dann, ob es noch schlimmer würde. Da hab ich zu ihm gesagt das ich das nicht hoffen wolle, da mir der Zahn schon genug weh tät. Allerdings konnte mir der Zahnarzt auch nicht weiterhelfen, da ein neuer Zahn eine Unsumme von Geld kosten würde. Nun sitz ich hier und weiß vor Schmerzen nicht mehr was ich überhaupt beißen soll. Umweltschutz ist ein hartes Brot, das sag ich euch.

Tag 14 : 22.03.2007

Da ich ja nun nichts mehr richtig beißen konnte, fing ich mir echt an Sorgen zu machen, ob ich elendig verhungern müsste. Aber dann kam mir die Idee... Tofuwürstchen. Ich bin also mit dem Bus in die Stadt gefahren, und habe ein Reformhaus aufgesucht. Und da traf ich sie, Dörte. Dörte war Verkäuferin in diesem Reformhaus. Sie stand grade als ich reinkam auf einer Leiter und sortierte das Biomüsli. Was für eine Erscheinung.... Sie trug Birkenstock Schuhe, einen selbstgestrickten Pulli an auf dem ein Elch zu sehen war, eine Nickelbrille auf der Nase, und lange braune Haare, die sehr am glänzen waren. Sie schaute mich also an mit ihren großen Rehaugen, die durch die dicke der Brillengläser noch größer wirkten. Ich war sofort verliebt. Sie fragte mich was ich denn gerne hätte. liebsten hätte ich gesagt: Dich... in Juteunterwäsche und Strapsen.... Du scharfes Luder. Ich beschränkte meine Wünsche aber doch eher auf Tofuwürstchen in diesem Moment, da ich langsam wirklich Hunger hatte. Sie hat mich auch sehr gut beraten, und auch meine Zahnlücke blieb ihr nicht verborgen. Sie fragte mich wie das geschehen wäre, und ich erzählte ihr die Geschichte mit den Brötchen. Da lächelte Sie mich an, und sagte, das Sie noch nie jemanden erlabt hätte der sich so um die Umwelt Gedanken machen würde. Und in diesem Moment habe ich sie ganz spontan gefragt, ob wir mal einen Tee zusammen trinken würden. Da hat sie gesagt.... Sehr gerne, sie würde da einen sehr wohlschmeckenden und bekömmlichen Hagebuttentee im Sortiment haben. Den hab ich dann auch gleich noch gekauft und ihr meine Telefonnummer aufgeschrieben. Mal sehen was passiert.

Tag 15 : 23.03.2007

Heute war ein fantastischer Tag. Coca Cola hat mir geantwortet. Und zwar schrieben sie folgendes:

Guten Tag Herr Schulz,

vielen Dank für Ihre Mail und für Ihr Interesse an unseren Produkten. Die Mehrzahl unserer Produkte ist kohlensäurehaltig, das heißt, CO2 ist für uns ein wichtiger Inhaltsstoff. Die Menge an CO2 in unseren Produkten ist erheblich geringer als das, was viele andere Quellen (z.B. Betriebsanlagen, Transportwesen) zur CO2 Abgabe beitragen. Das CO2 in unseren Produkten entstammt unterschiedlichen Quellen – von natürlichen Lagerstätten (unterirdische Brunnen) bis hin zu industriellen Verfahren, wo es als Nebenprodukt entsteht. Anders gesagt, handelt es sich in den meisten Fällen um eine „Wiederverwertung“. Wir halten den Beitrag an atmosphärischem CO2, der direkt unseren Produkten entstammt, deshalb doch eher für einen unerheblichen Bestandteil an den Gesamtemissionen. Bitte seien Sie versichert, dass für Coca-Cola die Verantwortung für die Umwelt eine zentrale Rolle spielt. Die The Coca-Cola Company erstellt jedes Jahr einen Umweltbericht u.a. mit konkreten Projekten in den Bereichen Energieeinsparung, Wassermanagement und Klimaschutz. Mehr Informationen dazu finden Sie auf der Internetseite http://www.thecoca-colacompany.com/citizenship/environmental_report.html 

Wir hoffen, Sie weiterhin zu unseren zufriedenen Mezzo Mix Konsumenten zählen zu dürfen und verbleiben 

mit freundlichen Grüßen

Coca-Cola Verbraucherservice

Tag 16 : 24.03.2007

Heute war wieder Samstag, das heißt ja für den mitdenkenden Leser, heute war der Tag an dem ich mir eigentlich wieder Frühstück gemacht hätte, so wie jeden Samstag. Das ging aber leider nicht, da ich bis auf Tofu und Kaffee, immer noch nix beißen konnte. Aber man muss das auch mal von der positiven Seite sehen. Wenn ich keine Brötchen esse, esse ich auch keinen Schinken. Esse ich keinen Schinken, muss für meinen Genuss, auch kein Schwein sterben. Ich frage mich grade aus wie vielen Scheiben Schinken wohl ein Schwein besteht. Egal. Also lange Rede, kurzer Sinn.... Das Frühstück fiel bis auf eine Tasse Kaffee aus. Wobei mir das die Gelegenheit gibt, wieder einen Zwischenbericht über meine Kaffeetasse einzuwerfen. Der geht es gut. Allerdings ist der Bodenbelag nicht mehr so milchig braun wie noch am Anfang, er geht jetzt langsam wieder in schwarz über, was ich sehr komisch finde da ich den Kaffee ja immer mit Milch trinke. Ich setze die Tage mal wieder ein Foto ein. Ansonsten fiel mir auf das meine Wohnung, irgendwie am riechen ist. Kommt wahrscheinlich von den Katzen. Ich muss mehr darauf achten, das sie sich sauber halten.

 Tag 17 : 25.03.2007

Dörte hat mich heute angerufen, ob sie mal vorbei kommen könnte um endlich den Tee mit mir zu trinken. Um 17.00 Uhr kam sie mich dann besuchen. Ich brüte uns also den extra dafür gekauften Hagebuttentee auf, und dabei habe ich ihr erklärt, das ich ja eigentlich ein Kaffeetrinker bin. Ich hatte erst sogar Probleme eine Tasse zu finden, da ich meine Kaffeetasse ja nicht benutzen konnte, weil ich glaube das das wegen dem Zuckerabsatz irgendwie nicht zum Hagebuttentee gepasst hätte. Außerdem sagt man ja das man Tee nicht aus einer Tasse trinken soll, in der schon einmal Kaffee war. Warum auch immer. Ich habe Dörte dann auch gleich mal die ungespülte Tasse gezeigt, und ihr erklärt, das ich durch das nicht spülen bestimmt schon 20 Liter Wasser eingespart hätte. Sie war sehr.... na ja sagen wir beeindruckt, von der Tasse. Aber völlig baff war sie als ich ihr dann sagte, das ich auch noch seit 18 Tagen die selbe Unterhose anhätte. Was auch noch einmal Unmengen an Strom und Wasser eingespart hätte. Da sagte sie zu mir, das man aber auch eine Unterhose wechseln könnte, nach 18 Tagen und man da kein schlechtes Gewissen bekommen müsste wegen der Umwelt. Wenn das nur jeder machen würde, dann würde der Wasserverbrauch um einiges sinken. Sie selbst würde auch nicht auf dem Klo jedesmal spülen, sie würde nach der alten Grundregel verfahren: Gelbes bleibt stehen, braunes muss gehen. Und als sie das sagte, war es völlig um mich geschehen. Ich fragte sie also ob sie gerne noch einmal wieder kommen wollte, da ich das Gespräch so interessant gefunden hätte, und ich schon merken würde das sie und ich umwelttechnisch auf der selben Wellenlänge wären. Da machte sie große Augen, was durch die Brille noch verstärkt wurde, und sagte: "Sehr gerne, so etwas hätte sie noch noch erlebt wie mit mir, das würde Sie auch gleich all ihren Freundinnen in ihrem Häkelkurs erzählen." Sie würden da auch sehr oft über das Thema Umwelt sprechen.

 Tag 18 : 26.03.2007

Als ich heute morgen nach dem kalt Duschen, auf meine Unterhose blickte, fielen mir wieder Dörtes Worte ein. "Man kann die Unterhose nach 18 Tagen auch mal wechseln, ohne gleich ein schlechtes Gewissen wegen der Umwelt zu haben." Das habe ich mir sehr zu Herzen genommen, und einfach das Ding andersrum angezogen. Danach habe ich mich auf den Weg zur Arbeit gemacht. Mein Chef hatte mich wohl sehr vermisst während meiner Abwesenheit, denn er sagte zu mir: "Ach, endlich kommt der Herr auch mal wieder." Den restlichen Arbeitstag habe ich versucht meine Kollegen weiter aufzuklären, das ich langsam sehr erfolgreich darin wäre Strom und Wasser einzusparen. Zum Beispiel habe ich ihnen in der Pause dann erzählt, das ich heute morgen nach 19 Tagen die Unterwäsche gewechselt hätte. Und zwar von der innen zur Außenseite. Da haben sie mich groß angeschaut, (nicht so schön wie Dörte es tat) und zu mir gesagt, sie würden in meiner Gegenwart auch keinen Bissen mehr runter bekommen. Sie packten also ihr Brötchen ein, was ich sehr gut fand. Endlich unterstützen mich mal Leute. Auch sie fingen nun damit an ihre Wurstbrötchen "einzusparen", was dem in Scheiben geschnittenen Schwein wahrscheinlich auch sehr helfen würde. Alles in allem würde ich den Tag auch als sehr erfolgreich werten.

   Tag 19 : 27.03.2007

Leider musste ich meinen Chef heute darüber informieren, das ich über Nacht einen schlimmen Ausschlag im Genitalbereich bekommen hatte, und daher der Arbeit fernbleiben müsse, da ich nicht wüsste ob das ansteckend wäre. Mein Chef hat nichts mehr gesagt. Wahrscheinlich war er sehr zufrieden, das ich so verantwortungsbewusst handelte, zuhause blieb und nicht noch die Belegschaft ansteckte, wenn es denn ansteckend war. Also bin ich mit dem Bus zum Arzt gefahren. Was das komische war, obwohl das Wartezimmer voll war, setzte sich keiner auf den Stuhl rechts und links von mir. Selbst der Typ mit dem gebrochenem Bein, wollte lieber stehen. Komische Leute gibt es. Egal, als ich also dran war, sagte der Arzt zu mir, ich solle mich bitte mal ausziehen. Und als ich grade die Hose runterzog, rief er.... "Um Gottes willen so etwas hab ich ja noch nie gesehen." Da habe ich geantwortet: " Nun lassen sie mich doch erst mal die Unterhose ausziehen." Worauf er wiederum antwortete: "Nein danke, ich hab schon genug gesehen." Nur behandelt hat er mich irgendwie nicht. Das einzige was er gesagt hat, das da nur Duschgel und Wasser helfen würde. Komisch ich hätte nie geglaubt, das Duschgel eine medizinische Wirkung hat. Und hat es auch nicht wie ich im Internet rausgefunden hat. Es ist bis heute kein Fall dokumentiert in dem Duschgel jemals eine Heilende Wirkung gezeigt hätte. Nicht bei Durchfall, Knochenbrüchen, Hemorieden und auch nicht bei Ausschlag. Fazit: Der Arzt scheint keine Ahnung zu haben.

   Tag 20 : 28.03.2007

Der Ausschlag ist schlimmer geworden. In meiner Verzweifelung habe ich Dörte sogar im Reformhaus angerufen, und ihr den Fall geschildert. Sie meinte, das sie das auch schon einmal gehabt hätte. Das wäre so eine Art Pilz. Da habe ich gelacht, und zu ihr gesagt, das würde aber gar nicht wie ein Champignon aussehen, sondern eher rot sein und jucken. Sie sagte zu mir, ich könnte ihr da ruhig vertrauen, und sie würde da auch eine gute Salbe gegen kennen, auf rein pflanzlicher Basis. Sie würde dann nach Feierabend mal vorbei kommen und sie mir bringen. Sie kam dann auch wirklich am Abend vorbei, und brachte mir die Salbe mit. Irgendwie sah das Zeug allerdings merkwürdig aus, irgendwie so grün und schleimartig. Ich verschwand also mit dem Glibber im Bad, und ich rief noch durch die Tür, ob man da irgendwas falsch machen könnte beim einreiben. Ich hatte zumindest das Gefühl das man was falsch machen könnte da es doch sehr brannte als es mit der Haut in Kontakt kam. Da rief Dörte plötzlich durch die Tür, ob sie mir das mit dem einreiben mal zeigen solle. "Wie zeigen???" fragte ich. Dabei stellte sich raus das sie wohl auch Heilpraktikerin gelernt hatte. Und ich solle jetzt mal nicht schüchtern sein, da sie ja auch FKK Urlaub machen würde. Also habe ich sie behandeln lassen, was auch sehr angenehm war. Ja man kann schon sagen, die Schmerzen waren kurz danach wie weggeblasen.

  Tag 21 : 29.03.2007

Ich konnte also endlich wieder meine Arbeit aufnehmen. Allerdings sprach mein Chef nun überhaupt nicht mehr mit mir. Als kleine Auflockerung versuchte ich zwar immer wieder ihn darauf aufmerksam zu machen, wie wichtig das Projekt ist, aber er stellte sich stur. Das einzigste was er sagte war so etwas wie: "An dem geht noch die Welt zu Grunde." während er ungestört auf seiner Tastatur irgendwas am tippen war. Jetzt wurde es mir aber zu bunt. Ich bin also um seinen Schreibtisch rumgelaufen und habe an seinem PC einfach den Ausknopf gedrückt. Und dann sprudelte es so aus mir raus: "Wissen sie eigentlich was sie der Umwelt mit dieser Höllenkiste alles antun? Den ganzen Tag läuft das Ding und sie machen kaum etwas daran. Wie viel Strom könnten sie einsparen wenn sie einfach mal das Dingen ausmachen, so wie ich grade. Das spart am Tag etliche Kilowattstunden an Strom." Er bekam daraufhin auch wirklich einen hochroten Kopf. Ich dachte zwar das er es nun endlich verstanden hätte um was es ging, allerdings waren seine Beweggründe ganz anderer Natur. Plötzlich fing er an zu brüllen...." Ich sitze nun seid knapp 7 Stunden an der Qualtalsabrechnung, und sie Idiot schalten meinen Rechner aus." Den Rest des Tages hat er mir frei gegeben. Mein Gott als ob Geld alles ist auf dieser Welt. Und was nützt einem das ganze Geld, wenn es gar keine Welt mehr gibt.